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Lau Kar-Leung (Liu Jia-Liang) - legendärer Filmproduzent und Kung Fu Meister
1994-2008 Copyright by Fongs Kung Fu School - Last update: 25.12.2008
Lau Kar-Leung (auch bekannt als Liu Jia-Liang) wurde 1934 geboren und ist ein wahrer Meister der Kampfkunst, dessen Vater bei dem berühmten Lam Sai-Wing (auch als Schlachter Wing bekannt) ausgebildet wurde. Einer der wenigen Regisseure, der authentische Kung Fu Stile in seine Filme integrierte.
Lau hat das Martial-Arts-Kino außerordentlich bereichert und die Stars des Filmgeschäfts, wie z.B. Alexander Fu-Sheng, Chi Kuan-Chun, Gordon Liu Jia-Hui (Lau Kar-Fei), Siu Hou, Hui Yin-Hung und viele andere sowohl in filmischer wie auch in kampftechnischer Hinsicht beraten und unterrichtet. In den siebziger Jahren war Lau der herausragende Kampfkunst-Regisseur und wahrscheinlich einer der innovativsten und einflussreichsten Regisseure des Hong Kong Kinos überhaupt.
Lau wurde buchstäblich in eine Welt der Kampfkunst und des Kampfkunst Kinos hineingeboren. Sein Vater, Lau Jaam, war ein angesehener Schauspieler und Kampfkünstler, der erst den "Choy Lay Fut Stil" und später dann den "Hung" Stil bei Lam Sai-Wing erlernt hatte, der wiederum bei Wong Fei-Hung Unterricht gehabt hatte.
Lau Kar-Leung begann seine Kampfkunstausbildung im Alter von sieben Jahren, als er die Schule seines Vaters besuchte.
Als Teenager wechselte er ins Filmgeschäft. Lau diente sich als Martial-Arts-Stuntman hoch und arbeitete bald als Action-Director in verschiedenen Kampfkunstfilmen der 50er und 60er Jahre, in denen er auch häufig neben seinem Vater spielte und kämpfte. Mit Beginn der sechziger Jahre arbeitete er mit dem Action-Director Tang Chia zusammen. Gemeinsam waren beide an der Entstehung zahlreicher sehr erfolgreicher Martial-Arts und Schwertkampf Filme, bevor beide von den Shaw Brothers für die Filme von Chang Cheh unter Vertrag genommen wurden. Ihre Choreographien waren jeweils revolutionär und basierten auf echten Kampfkunst Techniken, die in komplizierte, aber atemberaubend schön gefilmte Action Szenen eingebettet waren.
Anfang der siebziger Jahre realisierten Lau und Regisseur Chang Cheh eine Serie von Filmen über die legendären Helden des Shaolin Tempels, die sich stark an die Geschichte des Kung Fu anlehnten. Leider trennten sich Lau und Chang Cheh infolge "kreativer Differenzen" und Lau wechselte selbst ins Regiefach.
Lau's Filme enthielten oft komödiantische Elemente, zeigten Frauen in starken Rollen, stellten Gefühle wie Freundschaft und Gemeinschaft in den Mittelpunkt und stellten unter Beweis, dass ein gewaltsamer und blutiger Tod nicht der einzige Weg ist, einen Film zum Ende zu bringen.
In seinem Film "Challenge of the Masters (1976) befasste er sich eingehen mit dem "Lehrer/Schüler" Verhältnis, wie kein anderer Film zu dieser Zeit. Ein anderer Aspekt war der "Kampfkunst Geist". Er wollte den Zuschauer die Essenz der wahren Kampfkunst wissen lassen, jenseits von bloßen Techniken und Kampf. Als der Lehrer in dem Film den Schüler erklärt, dem Gegner Güte zu zeigen, zu "vergeben und Abstand zu nehmen", teilte er den Zuschauer mit, dass er nicht nur ein Regisseur war der Geld machen wollte, sondern auch ein "Pädagoge".
In die "36 Kammern der Shaolin" und anderen Filmen rühmte er die Tugenden der chinesischen Kampfkunst, jedoch ohne andere Kampfkünste, Kulturen oder die Welt, in der wir leben, zu denunzieren. 1994 sollte der lang erwartete Film Drunken Master 2 entstehen. Lau sollte nicht nur die Regie übernehmen, sondern auch neben Jackie Chan eine Hauptrolle spielen. Es tauchen "kreative Differenzen" zwischen den beiden auf, so dass Lau die Produktion frühzeitig verließ.
Eine Zeit lang hatte sich Lau aus dem Rampenlicht zurückgezogen. 2002 hatte er für Shaw Brothers einen neuen Film "Drunken Monkey" gedreht und die Regie übernommen. 2005 übernahm er die Action-Choreographie für Tsui Harks Film "Seven Swords".
Chi Kuan-Chun und Lau Kar-Leung in den siebziger Jahren bei Dreharbeiten.